Patientenbericht© Susanne Oehlschläger

„Heute bedaure ich, nicht schon früher von Ayurveda-Kuren gewusst zu haben.“

Ein Hüftleiden führt Doris Böhm aus Bayern seit über 10 Jahren nach Südindien

 



 

Seit 1995 reist Doris Böhm ein Mal im Jahr nach Indien, immer an denselben Ort. Und nach jeder Reise kehrt sie zurück, als ob sie in einen Jungbrunnen gefallen wäre. Den Jungbrunnen gibt es dort tatsächlich: Das jahrtausende alte Wissen um die Gesundheit von Körper, Geist und Seele heißt Ayurveda.

Es hat lange gedauert, bis sich Doris Böhm und ihr Mann Wolfgang zum ersten Mal auf die lange Reise machten. Ihn plagte ein Stirnhöhlenleiden und sie hat eine schmerzende Hüfte, Magengeschwüre und chronische Entzündungen. Die Schmerzen waren groß und in Deutschland konnte weder ihr noch ihm nachhaltig geholfen werden. Nachdem ein Freund von einer Ayurvedakur in Kerala zurückgekommen war und nur Positives darüber zu berichten wusste, war der Entschluss bei Ehepaar Böhm gefallen. In weniger als zwei Wochen saßen sie selbst im Flugzeug auf dem Weg nach Kerala und waren gespannt auf das, was sie dort erwartete.

Schon am Flughafen begann für sie ein kleines Märchen. Ein Hotelangestellter erwartete sie und legte jedem zur Begrüßung eine duftende Blumenkette um den Hals. Nach einer Stunde Autofahrt öffnete sich das schwere Holztor und das Ehepaar schien in einem kleinen Paradies angekommen zu sein. Ein großzügiger tropischer Garten schmiegt sich an einen Hügel oberhalb des Arabischen Meeres. Der Blick fällt auf Tropenblumen,, Palmen und das weite Meer. Im Landesstil erbaute kleine Rundhäuser stehen verstreut in der Gartenlandschaft.

„Welcome to Kerala, Misses and Mister Booom“, klingt es in ihren Ohren und eine Inderin mit einem zauberhaften Lächeln serviert ihnen einen Begrüßungscocktail aus frischen Tropenfrüchten. Der weckt die Lebensgeister nach dem mehr als zehnstündigen Nachtflug von Deutschland. Ein freundliches Gespräch leitet zum eigentlichen Grund des Aufenthaltes über. Es werden die ersten Behandlungstermine vereinbart und das Ehepaar Böhm erfreut sich im offenen Restaurant mit Meerblick des ersehnten Frühstücks. Die Kur kann beginnen.

Wolfgang und Doris Böhm wird das Ayurveda-Zentrum gezeigt, das über mehrere Behandlungsräume und Ärztezimmer verfügt. Beim Vorbeigehen fällt der Blick in eines der Arztzimmer. Ein älterer, Ruhe ausstrahlender Herr sitzt in einem kleinen Raum. Keine Apparate, keine Spritzen, keine Medikamentenpackungen, er scheint nichts zu brauchen. Auf dem kleinen Schreibtisch steht ein Blutdruckmessgerät älteren Baujahrs und daneben liegt ein Stethoskop. Sonst erinnert nichts an eine Arztpraxis. In einer Glasvitrine wachen ein paar kleine hinduistische Götterfiguren über ein paar beschriftete Palmblätter, bei denen es sich um alte Texte der Caraka Samhita handelt. Die Caraka Samhita ist eine der jahrtausende alten Wissensquellen der Ayurveda-Medizin, die selbst heute noch in den Universitäten Gültigkeit hat und auf der ein Großteil des ayurvedischen Medizinwissens beruht.

Kurz darauf hat Doris Böhm ihren ersten Konsultationstermin bei Dr. Sri Ladda, einer erfahrenen Ayurveda-Ärztin. Frauen werden traditionell von Frauen, Männer von Männern behandelt.
Als erstes stellt Dr. Ladda ihre Konstitutionen fest. Das geschieht durch genaues Hinhören beim Sprechen, Beobachten, Betrachten, Abhören der Atemgeräusche, Blutdruckmessung, Zunge-, Augen- und Pulsdiagnose. Der Ärztin scheint nichts zu entgehen und sie scheint alles zu interessieren. Sie nimmt sich viel Zeit und stellt viele Fragen, die auch Gemütszustände und Lebensgewohnheiten einschließen. Schließlich legt sie einen Behandlungsplan fest, der aus täglich mehreren Ölmassagen unterschiedlicher Art, Einläufen, Ölgüssen, Kräutermedizin – flüssig und in Tablettenform – Verordnung von Ruhe, Yoga und Meditation besteht. Ein Diätplan wird dem Kurverlauf angepasst und täglich mit den Köchen abgestimmt. Doris Böhm braucht sich um nichts zu kümmern.

Am nächsten Tag hat sie ihre erste Massage mit warmem Öl. Für sie ist es ein unbeschreiblich wohliges Gefühl. Sie neigt dazu, leicht zu frieren und empfindet das feucht-warme Klima im Februar in Kerala als sehr wohltuend. Das Nachruhen nach den Behandlungen wird durch die Wärme intensiviert und sie spürt schon nach wenigen Tagen, wie wohltuend diese Kur für Ihre Hüfte und Gelenke ist. Es scheint, als ob Öl und Klima sie mit Wärme durchdringen. Deutschland ist für sie ganz weit weg und eine solche Kur mit einem solchen Wohlgefühl ist für sie zuhause unvorstellbar.
Nach einigen Tagen wird die Kur dennoch anstrengend. Vergessen geglaubte Erlebnisse kehren plötzlich wieder ins Gedächtnis. Der Schlaf ist gestört. Der Ischiasnerv meldet sich obendrein. Die Entgiftungskur, Panchakarma, zeigt ihre Wirkung. Für die Ärztin ist dies keine Überraschung und sie passt ihren Therapieplan den neuen Gegebenheiten an, denn jeder Mensch reagiert anders. Reaktionen sind besonders bei der ersten Ayurveda-Kur für den Kurenden deutlich spürbar. Es ist ein bisschen ein Gefühl, als ob man innerlich gefiltert wird. Die Umgebung und die Freundlichkeit des Personals helfen Doris Böhm durch diese Phase. Ein ayurvedisches Schlafmittel wiegt sie in einen wohligen Tiefschlaf und nach ein paar Tagen hat sie das Schlimmste überstanden. Die Schmerzen lassen von Tag zu Tag mehr nach, die Beweglichkeit nimmt zu und ein tiefes Gefühl von innerer Ruhe erfüllt sie.
Auch Wolfgang Böhm fühlt sich wie von einer Last befreit, seine Stirnhöhle ist frei; ohne Stechen, ohne Operation und ohne Chemie. Selbst bei Beschwerden im Kopfbereich wird mit Öl gearbeitet: Kopfmassagen, Gesichtsmassagen, Nasenspülungen mit Kräuterghee. Öl und Ghee sind die Träger für die eigentlichen Reinigungs- und Heilkräuter und durchdringen Haut, Knochen und Zellwände. Zwar kennt Wolfgang Böhm Angenehmeres, aber die Mühe hat sich gelohnt. Seine Beschwerden sind nach einigen Anwendungen weg und durch Einhalten einer vegetarischen Ernährung, sind sie bis heute nicht wieder gekommen.

Das Essen ist für das Ehepaar eine willkommene Abwechslung während der Kur. Alles wird frisch und aus reifen Zutaten zubereitet: Tropenfrüchte, Gemüse, Fladenbrot, Suppen. Die indische Küche ist reich an Gewürzen und im Ayurveda werden Gewürze gezielt zum Ausgleich der Konstitution eingesetzt. Die Böhms sind begeistert, keine Fertiggerichte, keine Resteküche, kein Fleisch, alles ist
frisch zubereitet. Während ihren ersten Kuren wurde noch am Tisch serviert und für jeden Gast entsprechend der Anweisung des Arztes ein Menü zubereitet. Das hat sich inzwischen etwas geändert. Anstelle des Service, bedienen sich die Gäste heute an einem Buffet, das den Konstitutionstypen zugeordnet ist. Das braucht schon etwas mehr Disziplin, denn man sieht schließlich viele Köstlichkeiten, die nicht für die eigene Konstitution bestimmt sind. Sportliche Geister sehen darin eine Herausforderung an die Selbstdisziplin, weniger Starke fallen einfach um und naschen heimlich – und schmälern selbst den eigenen Kurerfolg.

Eine weitere Abwechslung bietet das Resort seinen Kurgästen mit traditionellen Tanzvorführungen und Musikabenden sowie Ausflügen in die Umgebung.

Nach drei Wochen naht der Tag der Abreise. Besonders Doris Böhm fällt der Gedanke an die Rückkehr in das winterliche Deutschland nicht leicht. Sie erhält für die Nachkur Pastillen und Pülverchen, die sie entsprechend den ärztlichen Anordnungen in Deutschland noch für ein paar Wochen weiter einnehmen soll. So ausgerüstet kehrt das Ehepaar nach drei Wochen Ayurveda-Kur i an seinen Wohnort in Süddeutschland zurück.
Freunde sind beim Wiedersehen verblüfft. Das Ehepaar sieht um Jahre jünger aus, fühlt sich fit, ist schmerzfrei und strahlt eine große Lebensfreude aus. Für die Böhms steht fest, im nächsten Jahr machen sie wieder eine Ayurveda Kur.

Doris Böhm bedauert heute nicht schon früher Informationen über Ayurveda erhalten zu haben. Nach jeder Kur fühlt sie sich ein halbes bis ein dreiviertel Jahr deutlich besser. Auch ihre Therapeutin in Deutschland bestätigt ihr, dass ihr Hüftleiden ohne Ayurveda-Kuren einen weitaus schlimmeren Verlauf genommen hätte. Und die Magengeschwüre sind gänzlich verschwunden.
Im kommenden Februar ist es dann wieder soweit und Doris Böhm macht ihre zehnte Ayurveda-Kur in Indien.
Und ihr Mann? Der fühlt sich seit seinen zwei Ayurveda-Kuren vor zwölf Jahren so gesund, dass er überzeugt ist, im Moment keine weitere Kur zu brauchen.

Quelle: Presse Service Ayurveda